Ein Filterlüfter erzielt eine maximale Luftfördermenge/Kühlluftstrom (s. x-Achse von nachfolgender Abb.: Airflow m³/h von Filterlüfter bei 50 Hz und 60 Hz)) bei einem Staudruck von 0 (PA) – man spricht hier von freiblasend, d.h. der Filterlüfter bläst frei ohne Widerstand ins Feld. Umgekehrt erreicht ein Filterlüfter einen maximalen Staudruck (PA) bei einer Luftfördermenge von 0 (m³/h). Damit im Schaltschrank ein kontinuierlicher Luftaustausch erreicht werden kann, wird der Filterlüfter zusammen mit einem Austrittsfilter oder auch weiteren Kombinationsmöglichkeiten eingesetzt. Ziel ist es eine wirtschaftliche Kombinationsmöglichkeit zu wählen, um einen nutzbaren Kühlluftstrom zu erhalten, der eine sichere Wärmeabfuhr gewährleistet. Der nutzbare Kühlluftstrom wird idR Luftfördermenge in Kombination genannt und ergibt sich mit der Widerstandskennlinie aus Filterlüfter und Austrittsfilter (s. obige Abbildung). Erhöhung der Luftfördermenge durch geschickte Wahl von KombinationsmöglichkeitenDurch geschickte Zusammenstellung von Filterlüfter/Austrittsfilter-Kombinationen kann sehr kostengünstig die jeweilige Aufgabenstellung der Wärmeabfuhr gelöst werden. Kombiniert man beispielsweise einen blasenden Filterlüfter FPF15K.230BE-110 mit einem Montageausschnitt von 223 x 223 mm und einer freiblasenden Luftfördermenge von 240 / 270 m³/h (50/60 Hz) mit einem Austrittsfilter FPF20KUG-100, Montageauschnitt 291 x 291 mm, erzielt man eine Luftfördermenge in Kombination von 200 / 227 m³/h (50/60 Hz). Dagegen mit Austrittsfilter gleicher Grösse 223 x 223 mm kommt man auf eine Luftfördermenge von 176 / 201 m³/h (50/60 Hz). D.h. man kann hier sehr kostengünstig die tatsächliche Luftfördermenge in Kombination um 13 % erhöhen. Kombiniert man einen unten einblasenden Filterlüfter mit einem heraussaugenden Filterlüfter gleicher Grösse (oben platziert) kann man sogar sehr leicht Leistungsreserven von bis zu 50 % erreichen – eine intelligente Variante um möglichst kostengünstig bezüglich Änderungsaufwand die Luftfördermenge und somit die Kühlleistung zu erhöhen. Dies bietet sich bspw. an bei Nachrüstungen oder Erweiterungen in der Schaltanlage. Gerade bei Anwendungen mit höheren Verlustleistungen kann bei Entscheidungsfragen „Klimatisierung mit Filterlüfter-Kombinationen oder mit Kompressor-Kühlgerät“ dieser oben beschriebene Ansatz der Leistungsreserven bei Filterlüfter/Filterlüfter-Kombination einen wirtschaftlich entscheidenden Vorteil bringen.
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